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Lithprint

Zu den künstlerischen Ausdrucksmitteln in der Schwarz-Weiss-Positivherstellung gehört auch der Lithprint, der sich insbesondere in Großbritannien großer Beliebtheit erfreut.

Dabei wird eine Schwarz-Weiss-Vergrößerung auf einem geeigneten Chlorbromsilberpapier geprintet und in speziellen Lithentwickler vergrößert. Fertige Entwicklersubstanzen, die in einem Baukastensystem angeboten werden, erleichtern den Entwickleransatz. Lithprints erfordern eine wesentlich größere Lichtmenge als herkömmliche Abzüge auf dem gleichen Papier. Dabei erfordert der Entwickler Substanzen, die eine vorschnelle Entwicklung entsprechend verzögern.

Das Ergebnis sind sehr kräftige Details in den Schatten, wobei das Korn jeweils gesteigert werden kann und zarte Herausbildungen in den Lichtern. Je nach dem verwendeten Chromsilberpapier und dem Entwickleransatz lassen sich Farbtöne von Gelb-Ocker bis Kadmium-Orange in den Lichtern und von Schwarz-Rötlich bis Braun-Grün in den Schatten erzielen.

Seit wenigen Jahren wird von der Firma Moersch-Photochemie ein Entwicklungsset angeboten, das sämtliche auf dem Markt (noch) erhältliche Chromsilberpapiere erfasst.

Das Verfahren erfordert präzises Arbeiten und eine große Portion Geduld, weil neben der langen Überbelichtung von bis zu 4 Blenden gegenüber einem „normalen“ Abzug“ eine Entwicklungszeit von bis zu 30 Minuten und mehr berücksichtigt werden muss, in der der Print in der Schale ständig zu bewegen ist. Der Verfasser hat auch schon mal 50 Minuten entwickelt. Lohn der langen Mühe ist allerdings ein hochwertiges Unikat von großer Farbigkeit.

 

 

 

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